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§1 Gemeinderat

Der Katholischen Hochschulgemeinde Bonn gehören alle an der Universität Bonn, der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg oder der Fachhochschule für Bibliothekswesen in Bonn immatrikulierten katholischen Studentinnen und Studenten sowie die beruflich an diesen Hochschulen tätigen katholischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Der Gemeinderat ist Organ der Katholischen Hochschulgemeinde Bonn. Er wirkt mit bei der Verwirklichung des Heils- und Weltauftrages der Kirche an der Universität.


§2 Aufgaben des Gemeinderates

1. Im Bereich der Pastoral unterstützt der Gemeinderat den Hochschulpfarrer in seinem Amt und wirkt beratend mit. Zu diesem Bereich gehören alle dem Amt des Pfarrers zugeordneten Aufgaben, insbesondere die der Verkündigung, der Liturgie und der Sakramentenspendung.

2. Im Bereich des Laienapostolates kann er, unbeschadet der Eigenständigkeit katholischer und kirchlicher Gruppen und Verbände an der Universität und den Fachhochschulen, in eigener Verantwortung tätig werden und Entscheidungen treffen.

Dieser Sachbereich umfaßt vornehmlich soziale und gesellschaftspolitische Aufgaben. Der Gemeinderat trägt für die Durchführung der Entscheidungen Sorge, soweit kein anderer zusändig oder verantwortlich ist und richtet bei Bedarf Arbeitskreise ein (vgl. §8).

3. Dem Erzbischof soll der Gemeinderat beim Freiwerden der Stelle des Hochschulpfarrers über die Situation der Gemeinde berichten.


§3 Mitglieder des Gemeinderates

Dem Gemeinderat gehören an:

- die Hauptamtlichen der Hochschulpastoral,

- gewählte und

- berufene Mitglieder.

Die Zahl der Hauptamtlichen der Hochschulpastoral und der Berufenen darf die Zahl der gewählten Mitglieder nicht erreichen.


§4 Wahlgrundsätze für die Wahl des Gemeinderates

1. Die zu wählenden Mitglieder des Gemeinderates werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt.

2. Wahlberechtigt sind alle katholischen Hochschulangehörigen.

3. Wählbar sind alle katholischen Hochschulangehörigen, die in der Ausübung ihrer allgemeinen kirchlichen Gliedschaftsrechte nicht behindert sind.

4. Das Nähere regelt die Wahlordnung.


§5 Amtszeit

1. Die Amtszeit der gewählten Mitglieder des Gemeinderates beträgt 2 Semester; in jedem Semester scheidet die Hälfte aus. Sie beginnt mit dem ersten Zusammentreffen des Gemeinderates nach seiner Wahl (konstituierende Sitzung) und endet mit der Konstituierung des neugewählten Gemeinderates (vgl. §6)

2. Die Mitgliedschaft im Gemeinderat endet, wenn die Wählbarkeit (§4 Abs. 3) entfällt.

3. Die Amtszeit der berufenen Mitglieder beträgt ein Semester.

4. Scheidet ein gewähltes Mitglied vorzeitig aus, so treten die gewählten Ersatzmitglieder in der Reihenfolge der Ersatzliste ein.


§6 Konstituierung des Gemeinderates

1. Der Hoschulpfarrer lädt die künftigen Mitglieder zur konstituierenden Sitzung ein, die spätestens vier Wochen nach Beginn des Semesters stattfinden muss.

2. Die Sitzung des Gemeinderates leitet der Hochschulpfarrer bis zur Übernahme des Amtes durch den neuen Vorstand.


§7 Vorstand

1. Der Vorstand hat die Aufgabe, für eine lebendige und zeitnahe Arbeit des Gemeinderates in allen Bereichen zu sorgen und die Geschäfte des Gemeinderates nach Maßgabe der Satzung zu führen.

2. Dem Vorstand gehören an:

a) der Hochschulpfarrer kraft seines Amtes,

b) ein vom Gemeinderat aus seiner Mitte gewählter Vorsitzender oder eine Vorsitzende und ein Stellvertreter oder eine Stellvertreterin.

3. Der Vorstand bereitet die Sitzungen des Gemeinderates vor und führt dessen Geschäfte.

Der Vorsitzende oder die Vorsitzende des Gemeinderates beruft die Sitzung unter Angabe einer Tagesordnung ein und leitet sie. Die Vertretung durch ein anderes Vorstandsmitglied ist zulässig.

4. Die Mitglieder des Vorstandes sind berechtigt, an allen Sitzungen der Arbeitskreise und der Arbeitskreisleiter-Konferenz teilzunehmen.


§8 Arbeitskreise

Die Arbeit der Katholischen Hochschulgemeinde Bonn konkretisiert sich auch in Arbeitskreisen verschiedener Aus- und Zielrichtungen. Ihre Einrichtung, soweit sie nicht durch den Hochschulpfarrer oder seine pastoralen Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen geschieht, bedarf der Zustimmung des Gemeinderates; dieser begleitet die Arbeit der Arbeitskreise und lädt deren Leiter oder Leiterinnen regelmäßig zur Information und Koordination ein.


§9 Sitzungen

1. Der Gemeinderat tritt mindestens zweimal im Semester (Unter Semester wird in der Regel das Semester der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn verstanden.) und außerdem dann zusammen, wenn ein Drittel der Mitglieder des Gemeinderates oder der Hochschulpfarrer dies verlangen.

2. Die Sitzungen des Gemeinderates sind öffentlich. Der Gemeinderat kann die Öffentlichkeit ausschließen, wenn der Vorstand oder der Gemeinderat dies beschließen. Personalangelegenheiten dürfen nicht öffentlich behandelt werden.

3. Über die Sitzungen des Gemeinderates ist ein Ergebnisprotokoll anzufertigen, das von dem Vorsitzenden bzw. der Vorsitzenden und dem protokollführenden Mitglied zu unterzeichnen ist und als amtliche Akte aufbewahrt wird.


§10 Beschlußfassung

1. Der Gemeinderat ist beschlußfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Er faßt seine Beschlüsse mit der Mehrheit der anwesenden Mitglieder.

2. Beschlüsse, die der verbindlichen Glaubens- und Sittenlehre oder dem allgemeinen oder diözesanen Kirchenrecht widersprechen, können nicht gültig gefaßt werden.

3. Erklärt der Hochschulpfarrer förmlich aufgrund der durch sein Amt gegebenen pastoralen Verantwortung und unter Angabe der Gründe, daß er gegen einen Antrag stimmen muß, so ist in dieser Sitzung eine Beschlußfassung nicht möglich. Die anstehende Frage kann im Gemeinderat in angemessener Frist erneut beraten werden. Kommt auch hier eine Einigung nicht zustande, kann in den Fällen des §2 Abs. 2 das Erzbischöfliche Generalvikariat angerufen werden.

4. Ist nach Meinung der Mehrheit des Gemeinderates oder des Hochschulpfarrers eine gedeihliche Zusammenarbeit im Gemeinderat nicht mehr gegeben, kann der Erzbischof angerufen werden. Dieser kann für den Rest der Amtszeit Neuwahlen anordnen.


§11 Gemeindeversammlung

1. Der Gemeinderat lädt mindestens einmal in seiner Amtszeit die katholischen Hochschulangehörigen der Universität Bonn und der Hochschulen in der Zuständigkeit der Katholischen Hochschulgemeinde Bonn zu einer Gemeindeversammlung ein.

2. Aufgabe der Gemeindeversammlung ist es,

a) den Tätigkeitsbericht des Gemeinderates entgegenzunehmen,

b) Fragen aus dem Aufgabenbereich des Gemeinderates zu erörtern und diesem hierzu Anregungen und Vorschläge für die Arbeit zu geben.


§12 Inkrafttreten

Die vostehende Satzung tritt am 1. Januar 1995 in Kraft.

Die bisher geltende Satzung vom 25.6.1982 verliert zum genannten Zeitpunkt ihre Gültigkeit.

Vorstehende Änderungen treten zum 1.2. 2001 in Kraft.


Köln den 1. Dezember 1994 und Köln, den 23. Januar 2001

Joachim Card. Meisner

Erzbischof von Köln